Kommentar zum Artikel „Kandidatur von Berg ist nur Wahltaktik der FDP“ (Kreiszeitung, 15.06.11) von Jan Starke (Geschäftsführer der Jusos im Kreis Verden) und Manuel Kramer (Vorsitzender der Jusos im Kreis Verden)
Die CDU kritisiert in o.g. Artikel die Aufstellung von Benjamin Berg (FDP) zur Landratswahl im Herbst entgegen „bisheriger Absprachen“ und unterstützt gleichzeitig den amtierenden Landrat Peter Bohlmann (SPD).
Generell freuen wir uns natürlich, wenn die CDU „unseren“ Kandidaten unterstützt. Peter Bohlmann kann selbstverständlich im Wahlkampf auch auf die Unterstützung der Jusos im Kreis Verden zählen. Natürlich machen weitere Kandidaten den Wahlkampf für uns nicht leichter, jedoch halten wir es auch für überaus legitim, wenn andere demokratische Parteien ihre eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Demokratie lebt von Vielfalt.
Kritikwürdig sind jedoch die Gegenleistungen, die die CDU anscheinend für ihre Unterstützung von Peter Bohlmann erwartet. Laut des CDU-Kreisvorsitzenden Adrian Mohr sollen „die Buchstaben SPD nicht [allzu groß] auf den Bohlmann-Plakaten stehen“. Die Intention dahinter ist sehr einfach zu umschreiben: Die CDU duldet den SPD-Kandidaten, wenn jener nicht aktiv den SPD-Wahlkampf unterstützt.
Die Jungen Sozialdemokraten im Kreis Verden kritisieren dieses Verhalten. Die CDU hat nicht das Recht, Vorgaben für unseren Wahlkampf zu machen! Peter Bohlmann hat als derzeitiger Landrat natürlich Neutralität zu bewahren, ist aber durch die SPD in sein Amt gekommen und sollte deren Werte auch nach außen hin vertreten. Die Mitglieder haben aktiv Wahlkampf für ihn betrieben. Wir erwarten von ihm, dass er sich auch im Wahlkampf der SPD engagiert und nicht auf die Forderungen der CDU eingeht.
Jan Starke (Geschäftsführer der Jusos im Kreis Verden)
Manuel Kramer (Vorsitzender der Jusos im Kreis Verden)
am 16. Juni 2011 um 19:04 Uhr